2007: Tieferer Absatz von Mineralölprodukten: Mehr Dieselöl, weniger Benzin und Heizöl verkauft

Zürich, 25. Februar 2008  

Der Absatz der wichtigsten Mineralölprodukte erreichte in der Schweiz 2007 rund 10,4 Mio. Tonnen. Dies ist ein Rückgang von 10% gegenüber der dem Vorjahr. Vom Gesamtabsatz entfiel mit 6,76 Mio. Tonnen der grösste Teil auf Treibstoffe. Insgesamt wurden 2,8% mehr Treibstoffe (Benzin, Dieselöl und Flugpetrol) verkauft als 2006. Im Gegensatz dazu sank der Absatz von Heizöl Extra-Leicht, Mittel und Schwer um 26,9% auf 3,63 Mio. Tonnen.  

Zu den einzelnen Produkten:  
Die rückläufige Nachfrage nach Autobenzin setzte sich auch 2007 fort (-1%). Zu dieser Entwicklung trugen verschiedene Faktoren bei: Dank immer treib­stoff­effizienterer Motoren verringerte sich der mittlere Benzinverbrauch von neu zugelassenen Personen­wagen zwi­schen 2000 und 2006 um 6,9% auf 7,99 l/100km. Zudem nahm der Anteil neu immatrikulierter Benzin-PWs weiter ab, zugunsten von Diesel-Personen­wagen. Bereits jeder dritte neue PW (32,5%) fuhr 2007 mit Dieselöl. In der Folge stieg der Dieselölabsatz gegenüber dem Vorjahr weiter um 7,3%. Zu diesem Resultat trug auch die gute Konjunk­tur­lage bei, denn das Bau- und Transport­gewerbe sowie der öffentliche Ver­kehr sind wichtige Dieselölkonsumenten.
Die Zapfsäulenpreise hatten im Sommer und gegen Jahresende einen Anstieg von zeitweise über 25 Rp./l zu verzeichnen. Dennoch beeinflusste diese Ent­wicklung den Treibstoffkonsum kaum, was auch durch die Absatz­zunahme beider Produkte zusammen von 1,9% bestätigt wird.
Beim Flugpetrol setzte sich der Aufwärtstrend weiter fort: Der Absatz stieg ge­genüber dem Vorjahr um 6,6% auf 1,32 Mio. Tonnen. Er widerspiegelt die Zunahme der Flugbewegungen auf den Flughäfen Zürich und Genf. Dennoch liegt der Absatz immer noch rund 16% unter dem Höchstwert vom Jahr 2000, was die strukturellen Veränderungen der Schweizer Luftfahrt seit 2001 belegt.  
Dank zunehmendem Einsatz energieeffizienter Öl-Brennwertkessel und Verbesse­rungen bei der Gebäudeisolation nimmt der spezifische Heizölverbrauch konti­nuierlich ab. 2007 sank der Schweizer Absatz von Heizöl Extra-Leicht gegenüber dem Vorjahr um 26,8%. Allerdings spielte bei diesem Rückgang neben technischen Faktoren und wiederum milden Witte­rungsverhältnissen – die Anzahl der Heizgradtage lag 4,5% tiefer als im Vorjahr – der Lagerabbau eine wesentliche Rolle: Im Gegensatz zu anderen Energieträgern kann der Konsument beim Heizöl selber den opti­malen Einkaufszeitpunkt wählen, um seinen Tank aufzufüllen. Der zu Jahres­beginn 2007 im Vergleich zu den beiden Vorjahren um rund 5% höhere mittlere Tankfüllgrad erlaubte vielen Ölheizungs­besitzern mit dem Kauf von Heizöl zuzuwarten. Die im 3. und insbesondere 4. Quartal 2007 stark gestie­genen Heiz­ölpreise führten zu einem nur zögerlichen Kaufverhalten. Kunden mit genügend Vorrat warteten mit dem Zukauf von Heizöl Extra-Leicht, wäh­rend diejenigen mit knappem Lagerbestand nur gerade soviel kauften wie unbe­dingt notwendig. Diese Entwicklung wird durch den im Fünfjahres­vergleich tiefsten Tankfüllgrad im 4. Quartal 2007 bestätigt, der rund 6% unter dem bis­her tiefsten Wert lag.  

 

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Absatz 2007

Auskunft:   

Dr. Rolf Hartl

Geschäftsführer

Erdöl-Vereinigung

Tel. 044 218 50 10