CO2-Abgabe auf Brennstoffen wird den Heizölabsatz ankurbeln

Zürich, 28. Juni 2007 

 

Die heute angekündigte Einführung der CO2-Abgabe auf Brennstoffen (Heizöl, Erdgas, Kohle etc.) per 1. Januar 2008 erstaunt, weil der Emissionstrend der letzten Jahre nach unten zeigte.  So lag der Verbrauch 2005 bei 93,8% (Referenz Emissionen 1990 =  100%).  Es fällt schwer, die Zunahme auf 95,5% im Jahre 2006 sachlich nachzuvollziehen. Der vom Bund ermittelte Heizölverbrauch unterliegt nämlich reinen Schätzungen, deren Grundlagen und Berechnungsmethodik dem Publikum und auch der Erdölbranche nicht bekannt sind. 

 

Ob die CO2-Abgabe auf Heizöl und Erdgas die vom Bundesrat in Aussicht gestellte CO2-Emissionsreduktion von 0,7 Mio. Tonnen/Jahr tatsächlich erbringen wird, ist zu bezweifeln.  Mit weitaus grösserer Sicherheit lässt sich demgegenüber voraussagen, dass die erstmalige Erhebung der CO2-Abgabe per 1. Januar 2008 für die Konsumenten Anreiz sein wird, gegen Ende dieses Jahres ihre Heizöltanks aufzufüllen. Das gilt vor allem dann, wenn sich die Heizöl-Preise seitwärts bewegen oder gar steigen würden. Mit dem Zukauf von Heizöl  in diesem Jahr und dank der eigenen Lagerhaltung kann der Konsument die Wirkung der CO2-Abgabe hinauszögern, ein Vorteil, den er bei den leitungsgebundenen Energien Erdgas und Strom nicht hat.

 

Trotz der CO2-Abgabe bleibt Heizöl Extra-Leicht der günstigste Energieträger, wenn man die aktuellen Zahlen des Landesindex der Konsumentenpreise zugrunde legt. Mit dem Einbau einer modernen Ölheizung auf Basis der Brennwerttechnik und energiesparenden Investitionen in die Gebäudehülle können Energieverbrauch und Wirtschaftlichkeit optimiert werden. Solche Massnahmen machen in vielen Fällen die durch die Abgabe entstehende Belastung mehr als wett.

 

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Auskunft:   

Dr. Rolf Hartl

Geschäftsführer

Erdöl-Vereinigung

Tel. 044 218 50 10