Positive Wirkung der Kampagne gegen unerlaubten Alkoholverkauf an Jugendliche in Tankstellenshops
Zürich, 22. Januar 2007
Bei den ersten von der Erdölbranche im Frühjahr 2006 durchgeführten Testkäufen im Kanton Zürich wurden in weniger als der Hälfte der Fälle die Vorschriften über den Alkohol-Verkauf an Jugendliche beachtet. Die Branche handelte und lancierte im Juni 2006 eine Kampagne mit dem Ziel, die Beachtungs-Quote auf 80% zu steigern. Die Massnahmen zeigen jetzt erste Wirkung, wie die Ergebnisse der dritten Testwelle im Dezember 2006 bestätigen: In 66% aller Tankstellen-Shops wurde bei Testkäufen kein Alkohol an unbefugte Jugendliche verkauft.
In den Zürcher Tankstellenshops tragen Plakate, Flyer etc. die klare Botschaft „Alkohol gibt es nur mit Ausweis“. Damit wird das Verkaufspersonal unterstützt, konsequent den Ausweis zu verlangen. Zusätzlich wurden gleich lautende Plakatkampagnen durchgeführt.
Um den oft schwierigen Situationen innerhalb der Shops besser begegnen zu können, führte die Zürcher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamenten-Missbrauchs (ZüFAM) im Auftrag der Erdöl-Vereinigung (EV) im Herbst 2006 Schulungen des Verkaufspersonals, einschliesslich der Betriebsverantwortlichen durch. Im Januar 2007 fanden weitere Kurse im statt. Bisher wurden rund 300 Shop-Angestellte geschult.
Das Massnahmenpaket zeigt Wirkung, wie die Auswertungen der zweiten und dritten Runde der flächendeckenden Testkäufe in den Tankstellen im Kanton Zürich ausweisen. Diese wurden im Auftrag der EV durch das Blaue Kreuz durchgeführt. Im Oktober erhöhte sich die Beachtungs-Quote auf 58%. Im Dezember verbesserte sie sich auf 66%. Diese Zahlen vermitteln ein repräsentatives Bild, weil alle Shops übers ganze Jahr getestet wurden.
„Obwohl wir damit eine ähnliche Lage vor uns haben wie bei anderen Verkaufsstellen, sind wir noch nicht zufrieden. Ziel ist eine Beachtungs-Quote von 80%“, betont Rolf Hartl, Geschäftsführer der EV. „Wir werden deshalb den Druck auf die Branche mittels Testkäufen aufrechterhalten“. Rolf Hartl ist überzeugt, das 80%-Ziel durch Massnahmen auf Verbandsstufe, allen voran die Schulungen und Testkäufe, im Verlauf 2007 zu erreichen. „Ich unterstütze ausserdem den Vorschlag des Blauen Kreuzes, der eine gesetzlich verankerte Ausweispflicht fordert“, so Hartl.