Entwicklung eines Kesselmodells für die dynamische Simulation von Heizungsanlagen
| Projektnehmer | Hochschule Rapperswil, SPF |
| Laufzeit | 2008 - 2009 |
Ziel
Für die Planung und Auslegung von Heizungsanlagen werden vermehrt Simulationsprogramme verwendet. Der heutige Stand der Technik in der computergestützten Ertragsrechnung für Heizungsanlagen vertraut im Bereich der Heizkessel, der häufig wichtigsten Systemkomponente, auf allzu grob vereinfachte Rechenmodelle.
Das SPF setzt in diesem Themenbereich einen Schwerpunkt und sucht die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Organisationen aus den Bereichen Öl und Gas, um für die verschiedenen Energieträger adäquate Kesselmodelle zu entwickeln sowie technisch einwandfreie Modellparameter zu ermitteln. Zur Validierung des Kesselmodells werden Messungen an ausgewählten Heizgeräten in verschiedenen Betriebszuständen durchgeführt.
Durch die Integration des Kesselmodells in das Simulationsprogramm Polysun kann neu aufgezeigt werden, dass hohe CO2-Einsparungen im Heizungsbereich mit dem Energieträger Öl möglich sind. Moderne Öl-Heizgeräte mit Brennwerttechnik und modulierender Betriebsweise weisen bereits heute hohe Wirkungsgrade auf. Damit dies auch unter realen Bedingungen der Fall ist, sind der korrekte Betrieb und die richtige Einbindung des Heizgerätes zentral. Die adäquate Abbildung des Ölkessels im Simulationsprogramm schafft die Voraussetzungen für eine optimale Planung.
Die Verbreitung und Nutzung der Projektresultate bei Planern und Installateuren wird durch die Integration des Modells im Simulationsprogramm Polysun4 sichergestellt.
Ausschnitt aus der Planungssoftware Polysun. Dargestellt ist ein System zur Warmwasseraufbereitung mittels Ölheizgerät und solarthermischer Anlage.

Leistungsprüfung von solarthermischen Kollektoren auf dem Dach des SPF in Rapperswil.