Innermotorische Partikelreduktion im CDI-PW
Projektnehmer | ETH Zürich, Lab. für Verbrennungsmotoren und Verbrennungstechnik |
Projektpartner | EMPA |
Laufzeit | 1997-1999, abgeschlossen |
Ziel
Untersuchung der Frage, inwieweit bei einem modernen Diesel-PW mit Common-Rail-Direkteinspritzung durch innermotorische Massnahmen die Partikelemissionen reduziert werden können. Getestet wurde insbesondere der Einfluss verschiedener Einspritzvorgänge. Verwendung modernster Messtechnik zur Bestimmung der Masse, Anzahl, Grössenverteilung und chemischen Zusammensetzung von Partikeln im Bereich von 20-1000 Nanometer.
Ergebnisse
Die Messungen an einem Vierzylinder-, Zweiliter-Motor in einem Betriebspunkt bei Teillast haben gezeigt, dass Anzahl, Masse und mittlere Grösse von Partikeln durch innermotorische Massnahmen markant reduziert werden kann. Der Russanteil (elementarer Kohlenstoff) lässt sich auf etwa 10% reduzieren, während der wasserlösliche und organisch lösliche Anteil der Partikelemissionen nicht vom Brennverfahren abhängig ist. Mit den Russemissionen gehen auch Anzahl und durchschnittliche Grösse der Partikel zurück. Entscheidenden Einfluss hat das Ausmass der Vormischverbrennung. Mit steigendem Raildruck nehmen die Russemissionen ab. Gegenläufig zu den geringeren Partikelemissionen kommt es jedoch zu erhöhten Stickoxidemissionen.
Veröffentlichung
Jaeger, L.W., Boulouchos, K., Mohr, M. (1999), Analysis of Factors Influencing Particulate Matter Emissions of a Compression-Ignition Direct-Injection Engine, SAE Technical Paper Series 1999-01-3492

Unterschiedliche Berussung von Filtern im Auspuff
des Testmotors. Bei geeigneter Parametereinstellung
gewährleisten moderne Gemischaufbereitungssysteme
eine praktisch russfreie Verbrennung