Heizöl
Heizöl Extra-Leicht
Rund 40% des Schweizer Inlandabsatzes an Erdölprodukten entfallen auf Heizöl Extra-Leicht. Damit ist Heizöl, noch vor Benzin, das meistverkaufte Erdölprodukt der Schweiz. Heizöl Extra-Leicht zählt zu den Mitteldestillaten, umfasst also jene Anteile des Rohöls, die bei mittleren Temperaturen sieden. Die Mitteldestillate Heizöl und Dieselöl werden oft unter dem Begriff «Gasöl» zusammengefasst. Zur Unterscheidung gegenüber Dieseltreibstoff wird Heizöl Extra-Leicht chemisch markiert und mit einem roten Farbstoff versetzt. Verglichen mit anderen Brennstoffen zeichnet sich Heizöl durch einen äusserst hohen Heizwert aus. Es muss kältebeständig sein und weitgehend rückstandslos verbrennen. In der Schweiz ist neben der Heizöl Extra-Leicht Standardqualität auch eine Ökoqualität schwefelarm mit deutlich vermindertem Schwefel- und Stickstoffgehalt und verbesserten Kälteeigenschaften erhältlich.
Heizöl schwer
Schweres Heizöl besteht aus langkettigen Kohlenwasserstoffen, die erst bei hohen Temperaturen (über 350 °C) sieden. Sie bilden eine zähflüssige Masse, welche für Transport und Verbrennung erwärmt werden muss. Heizöl Schwer wird vor allem in der Industrie – etwa bei der Zementherstellung, in Ziegeleien, Glas- und Papierfabriken – und zur Stromerzeugung in thermischen Kraftwerken verwendet. Da in der Schweiz keine thermischen Kraftwerke mehr in Betrieb sind, wird hierzulande mehr Heizöl Schwer produziert als verwendet. Es ist daher eines der wenigen Schweizer Erdöl-Exportprodukte.