Heizölqualitäten

Heizöle, in der Fachsprache auch Gasöle bezeichnet, sind Qualitätsprodukte. Sie werden in Raffinerien aus der Verarbeitung von Rohöl (auch Erdöl genannt) hergestellt. In gleichen Verarbeitungsprozessen werden als Koppelprodukte Dieselöl, Benzin, Flugtreibstoff und Flüssiggase hergestellt.

Die für die Verarbeitung notwendigen Rohöle stammen zu Hauptsache aus Westeuropa und Nordafrika.

Die Versorgung mit Rohöl ist noch für eine lange Zeit gesichert. Die weltweiten Erdölreserven decken den Bedarf noch für Generationen. (siehe Oilfacts)

Spezifische Produktbezeichnungen (Auszug aus Normblatt SN 181 160-2/2012)

 

Eigenschaften  

Heizölqualität

   

EURO

ÖKO

Dichte bei 15°C min. kg/m3 820-860 820-860
Trübungspunkt max.°C

3

3

Filtrierbarkeitsgrenze      
bei = 3°C max.°C

-12

-12

bei = 2°C max.°C

-11

-11

bei ≤ 1°C max.°C

-10

-10

Koksrückstand max. Mass. %

0,05

0,05

Schwefelgehalt max. mg/kg

1000

50

max. Mass. %

0,1

0,005

Stickstoffgehalt max. mg/kg

**

100

Brennwert, Hs mind. MJ/kg

 45,4

45,4

(3,6MJ = 1 kWh) mind. kWh/l*

10,6

10,6

 

* Umrechnung basierend auf einer Dichte für HEL von 840 kg/m3.

** Nach oben nicht limitiert.

 

Einzelne Unternehmen bieten ihre Brennstoffe unter spezifischen Produktenamen an. Auch diese Brennstoffe erfüllen die Normanforderungen.

Die verschiedenen Anforderungen an Heizöle sind in einem Normblatt der Schweizerischen Normen-Vereinigung festgeschrieben. Dank diesen Qualitätsvorgaben kann sichergestellt werden, dass einheitliche Heizölqualitäten im Markt angeboten und geliefert werden.

Die wichtigsten Qualitätsmerkmale - neben weiteren Kriterien - sind: Dichte, Kälteverhalten, Schwefel- und Stickstoffgehalt und Brennwert.

 

Das aktuelle Angebot:

 

Heizöl Euroqualität (Standardqualität)

Dieses Heizöl erfüllt die Anforderungen der Luftreinhalteverordnung und entspricht dem Heizöl nach DIN (Deutsche Industrie-Norm). Es wird für konventionelle Anlagen (ohne Low NOx-Brenner) und für Low NOx-Brenner ab 50 kW empfohlen. Der Stickstoffgehalt ist für dieses Heizöl im Normblatt nicht festgelegt. Anlagen, die mit diesem Heizöl befeuert werden und bei denen die Feuerungskontrolle eine Überschreitung der Stickoxidgrenzwerte feststellt, können in den meisten Fällen durch eine Umstellung auf den Betrieb mit Ökoheizöl schwefelarm, lufthygienisch wieder korrekt betrieben werden.

  

Ökoheizöl schwefelarm (Spezialqualität)

Ökoheizöl ist ein genormter und streng kontrollierter Qualitätsbrennstoff, der speziell auf die Anforderungen moderner Ölheizungen mit Brennwerttechnik abgestimmt ist.

Der Schwefelanteil wurde gegenüber der Euroqualität massiv gesenkt. Mit einem Schwefelgehalt auf dem Niveau von Erdgas, von weniger als 0,005% ist die Entstehung von Schwefeldioxid kein Thema mehr. Eine nahezu rückstandsfreie Verbrennung sorgt während des Heizbetriebs für einen sauberen Heizkessel. Dank dem limitierten Stickstoffgehalt werden auch die Stickoxide in den Abgasen auf einem Minimum gehalten. Die Einhaltung der Grenzwerte der Luftreinhalteverordnung stellt somit für Anlagen, die mit Ökoheizöl schwefelarm betrieben werden, keine besonderen Anforderungen dar.

Kesselhersteller empfehlen den Einsatz von Ökoheizöl schwefelarm. Bei neuen Heizgeräten, die speziell auf die besonderen Eigenschaften von Ökoheizöl schwefelarm abgestimmt sind, wird der Einsatz dieses Heizöls sogar vorgeschrieben.

Ökoheizöl wird in der Schweiz schon seit einigen Jahren, jedoch mit einem höheren Schwefelgehalt, angeboten. Dieser Brennstoff ist nun durch das Ökoheizöl schwefelarm abgelöst worden. Der Begriff Ökoheizöl darf deshalb nur noch für Ökoheizöl schwefelarm verwendet werden.

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