Energielandschaft Schweiz

In der Schweiz ist der Energieverbrauch im vergangenen Jahrhundert stark gestiegen. 1910 wurde die Schweiz mit 2,4 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent jährlich versorgt. Derzeit benötigen wir die achtfache Menge, obwohl der Endenergieverbrauch 2009 aufgrund des konjunkturellen Einbruchs gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent rückläufig war.

Um die Energienachfrage zu decken, setzt die Schweiz auf einen ausgewogenen Mix verschiedener Energieträger. Von den 2009 benötigten 21 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent Endenergie wurden unter anderem folgende Mengen spezifischer Energieträger verbraucht:

  • 4,466 Millionen Tonnen Erdölbrennstoffe
  • 6,864 Millionen Tonnen Erdöltreibstoffe
  • 4,943 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent aus Strom
  • 2,539 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent aus Erdgas
  • 0,294 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent aus erneuerbaren Energien 

  

  Im Energiemix der Schweiz machen Erdölprodukte mit 55 Prozent den grössten Anteil aus (33 Prozent Treibstoffe und 22 Prozent Brennstoffe). Ein weiterer wichtiger Träger in der Schweizer Energielandschaft ist mit 24 Prozent die Elektrizität. 

 



Strom wird hierzulande zu 56 Prozent aus Wasserkraft- und zu 39 Prozent aus Kernkraftwerken gewonnen. Der restliche Endenergiebedarf wird in der Schweiz mit Gas, Kohle, Holz, Fernwärme, Industrieabfällen und neuen erneuerbaren Energien gedeckt.

Nach Verbrauchergruppen zeigt sich in der Schweiz folgendes Bild: Rund ein Drittel wird für den Transport beansprucht, 28 Prozent fallen auf die Haushalte, 20 Prozent auf die Industrie und knapp 16 Prozent auf den Dienstleistungssektor.

 

 
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