Investitionsumfeld nach der Krise

Die weltweite Finanzkrise hat auch vor dem Erdölmarkt keinen Halt gemacht. Als Folge der Rezession ist der globale Erdölbedarf spürbar zurückgegangen, der Erdölpreis war insbesondere 2008 äusserst volatil und aufgrund des angespannten Kreditumfelds liessen sich neue Projekte schwer finanzieren. Diese drei Gründe waren ausschlaggebend dafür, dass Investitionen in Exploration und Förderung im Zuge der Krise stark eingebrochen sind.

Die 50 grössten Erdölunternehmen hatten 2009 ihr Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahr um knapp 17 Prozent oder rund 80 Milliarden US-Dollar reduziert. Zahlreiche Förder- und Explorationsvorhaben wurden sistiert oder aufgehoben, die nach Schätzungen der IEA einem Fördervolumen von über 5 Millionen Fass pro Tag entsprechen.

Das aktuell schwierige Investitionsumfeld kann mittelfristig die Versorgungssicherheit tangieren. Mit zunehmender Stabilisierung der Wirtschaft wird die Erdölnachfrage in den nächsten Jahren im Mittel um gut 1 Prozent zunehmen. Bis 2030 werden dazu Investitionen im Rahmen von 5000 Milliarden US-Dollar nötig sein. Wächst die Nachfrage schneller als die Förderkapazitäten, führt das mittelfristig zu Versorgungsengpässen und damit zu einschneidenden Preisanstiegen.


 

Um zu verhindern, dass der wieder einsetzende Wirtschaftsaufschwung durch Energieengpässe und hohe Preise gedämpft wird, sind heute antizyklische Investitionen in Förderprojekte und Infrastruktur nötig. Deshalb tätigen die privaten Erdölunternehmen auch 2010 substanzielle Investitionen und stützen dadurch die langfristige Versorgungssicherheit.

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