Peak Oil These wird der Förderdynamik nicht gerecht
Auf der Basis seiner Überlegungen sagte Hubbert, der Urheber der Peak Oil These, 1956 annähernd richtig voraus, dass die Erdölproduktion in den USA zwischen 1965 und 1970 ihren Höhepunkt erreichen werde. Tatsächlich wurde in den USA das Produktionsmaximum 1971 erreicht.
Die Bedeutung von Hubberts Prognose ist rückblickend zu relativieren. Seine Voraussage traf zu, weil im beobachteten Zeitraum keine signifikanten Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen, der Fördertechnologien sowie der wirtschaftlichen Entwicklung eingetreten waren. Die USA förderten deshalb kein zusätzliches, eigenes Erdöl, weil es unter den damaligen Umständen wirtschaftlich interessanter war, den Mehrbedarf durch Importe abzudecken.
Eine kritische Beurteilung der Peak Oil Theorie zeigt, dass verschiedene spezifische Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit sie den Praxistest besteht: gutes Datenmaterial über die bestehenden Reserven, ein stabiler Markt mit hohen Wachstumsraten sowie die Möglichkeit für freie Importe, die einen massiven Preisanstieg verhindern. Im Falle der USA traf das zu.
Die Anwendung der Peak Oil Theorie auf die globale Erdölwirtschaft zeigt aber, dass ihre Resultate wenig verlässlich sind. Beispielsweise sagte Hubbert auf der Basis seiner Theorie das Welt-Produktionsmaximum auf einen Zeitpunkt zwischen 1995 und 2000 voraus. Die in diesem Zeitraum faktisch geförderten Erdölmengen widerlegen seine Prognose.