Massnahmen für eine saubere Luft

Als Resultat des Fortschritts in der Brenner- und Motorenindustrie sowie der stetigen Qualitätsverbesserung von Treib- und Brennstoffen konnten die Schadstoffemissionen in der Schweiz insgesamt reduziert werden. Die Gesetzgeber haben diese Entwicklung durch eine schrittweise Senkung der Emissionsgrenzwerte gefördert.

Die substanzielle Senkung des Schwefelgehalts von Treibstoffen hat das Problem der Schwefeldioxidbelastung in der Schweiz praktisch gelöst. Die zunehmende Verbreitung schwefelfreier Treibstoffe fördert die Luftqualität auch in anderer Hinsicht: Dank ihnen können Fahrzeuge mit modernen Abgas-Nachbehandlungssystemen ausgerüstet werden, die eine Vielzahl weiterer Schadstoffe aus dem Abgas entfernen. Schwefel schädigt diese Systeme und wird daher in den Raffinerien heute fast vollständig aus den Treibstoffen entfernt. Die 2005 eingeführte Lenkungsabgabe auf schwefelhaltigen Treibstoffen hat zudem dazu geführt, dass die Mineralölindustrie heute fast ausschliesslich schwefelarme Treibstoffe importiert. Beim Heizöl findet derzeit eine ähnliche Entwicklung statt.

Die Automobil- und Brennerindustrie fokussiert derzeit stark auf die weitere Reduktion von Stickoxiden und Partikel. Das geschieht einerseits über eine optimierte Steuerung der Verbrennung, beispielsweise die Abgasrückführung. Andererseits werden die Katalysatoren und Filter laufend optimiert und dadurch die Schadstoffe in den Abgasen weiter reduziert.

Um die Entweichung von giftigen Benzindämpfen während der Belieferung von Tankstellen oder während des Tankens zu verhindern, sind alle Schweizer Tankstellen mit einem System zur Benzindampfrückführung ausgerüstet. Die Systeme sorgen dafür, dass Kunden keine schädlichen Dämpfe einatmen müssen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Gesundheit.
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