50’000 Franken pro Jahr für die Nachhaltigkeit

Die Erdöl-Vereinigung, der Branchenverband der Schweizer Mineralölimporteure, engagiert sich für die nachhaltige Entwicklung und initiierte einen entsprechenden Preis, den Prix Evenir. Dieser ist mit 50'000 Franken dotiert und wird jährlich vergeben. Es können Projekte ausgezeichnet werden, welche ökologische, ökonomische und soziale Aspekte langfristig in Einklang bringen.

 

Warum macht sich die Erdöl-Vereinigung für die Nachhaltigkeit stark, die den wirtschaftlichen Interessen der Produzenten fossiler - und damit nicht erneuerbarer - Energie nach landläufiger Auffassung potenziell mehr schadet als nützt? "Die nachhaltige Entwicklung zielt nicht nur auf die Erhaltung einer intakten Umwelt, sondern ebenso sehr auf eine gedeihliche wirtschaftliche Entwicklung sowie auf die Förderung gesellschaftlicher Chancengleichheit. All diesen Faktoren fühlen wir uns verpflichtet." Dies erklärte Dr. Ronald Ganz, Präsident der Erdöl-Vereinigung, anlässlich der Mitgliederversammlung an der Expo.02 auf der Arteplage Neuchâtel. "Für die Erdöl-Vereinigung bedeutet nachhaltige Entwicklung dabei in erster Linie, die Energieeffizienz zu erhöhen, um einerseits die Ressourcen zu schonen und die Verfügbarkeit der Vorräte zu strecken, und andererseits, um die Auswirkungen des Energiekonsums auf die Umwelt zu minimieren."

Der Prix Evenir wird an Einzelpersonen oder Personengruppen vergeben, die einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Der preiswürdige Erfolg, der durch dieses Handeln erreicht wurde, muss aktuell sein und auf einer langjährigen Basis beruhen. Der Prix Evenir wird einmal jährlich vergeben und ist mit 50'000 Franken dotiert. Die Vergabe erfolgt jeweils im Frühjahr, erstmals 2003.

Die Jury des Prix Evenir umfasst folgende Mitglieder: Prof. Dr. Thomas Dyllik, Direktor des Instituts für Wirtschaft und Ökologie der HSG;
Paola Ghillani, Gründerin und Präsidentin der Paola Ghillani & Friends AG; Gabriela Manser, Geschäftsführerin und Verwaltungsrätin der goba Mineralquelle AG, Christa Markwalder Bär, Nationalrätin; Medard Meier, Publizist und Kommunikationsberater; Prof. Dr. René Schwarzenbach, Professor für Umweltchemie an der ETH Zürich; Walter Thurnherr, Generalsekretär des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements.

Die Lancierung des Prix Evenir im Jahr 2003 wurde von Bundesrat Pascal Couchepin, damaliger Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements, unterstützt. Wie er sagte, wünscht er sich "eine anhaltend dynamische Schweiz, die Veränderungen und Wachstum als Chance begreift und nicht als Bedrohung von Ökonomie und Sozialem". Denn "nur ein Land, das über entsprechende Mittel verfügt, ist in der Lage, zukunftsweisende Projekte - etwa im Bereich der Umwelt- oder Sozialpolitik - zu realisieren."

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